Ich heiße Parry Aftab. Ich bin Anwalt und auf Datenschutz und Sicherheit im Internet spezialisiert und WiredSafety.org. WiredSafety.org ist die größte 'Sicherheit im Internet'- und Hilfegruppe weltweit, die komplett von unbezahlten Freiwilligen aus 76 Ländern betrieben wird. Wir fördern die sicherere und schlauere Nutzung interaktiver Technologien und bieten Leuten jeglichen Alters, die sich im Internet bewegen, Bildung, Fachwissen und Hilfe.

Wir arbeiten mit Bebo zusammen, um dabei zu helfen, dass die Benutzer von Bebo darüber informiert werden, was sie wissen müssen, um sich selbst im Internet zu schützen und Freude an der Webseite zu haben. Bebo ist eine Social-Networking-Website. "Social Networking" ist dann vorhanden, wenn Blogs und Communitys zusammenkommen. Man kann seine Interessen (und Abneigungen) und sein Fachwissen (oder seine Fragen) mit anderen teilen, mit Freunden (und Unbekannten) kommunizieren, sich äußern und sich selbst darstellen. Es macht viel Spaß.

Bebo setzt sich dafür ein, dass die Webseite Spaß macht, innovativ und für die Mitglieder sicher ist. Es kann dennoch vorkommen, dass manche Dinge schief gehen - das lässt sich nicht vermeiden, wenn viele Leute online abhängen. Manche Leute vergessen ihre gute Kinderstube, wenn sie im Internet unterwegs sind. Vielleicht denken diese Leute, dass sie nicht entdeckt oder zur Rechenschaft gezogen werden können. Vielleicht denken sie, dass sie unangreifbar sind oder sind sich der Risiken nicht bewusst. Manchmal denken sie vielleicht gar nicht.

Während Bebo auf Probleme aufmerksam machen kann und man Missbrauch bei Bebo melden kann (klick auf 'Missbrauch melden' auf dem Profil des entsprechenden Mitglieds), liegt es letztendlich an uns selbst, uns im Internet zu schützen (und an den Eltern, ihre Kinder zu schützen). Wir geben dir Tipps, wie du das am besten machst. Und es wird noch weiteres Material kommen. Wir schreiben und programmieren so schnell, wie wir können. :)

Die Probleme, auf die man beim Social-Networking oder bei anderen anonymen Online-Communities stößt, fallen typischerweise in drei Kategorien:

  • Identitätsdiebstahl, Betrug und Übergriffe in die Privatsphäre
  • Mobbing, Nachstellen und Belästigen im Internet; und
  • Sexualverbrecher, Hochstapler und sexuelle Ausbeutung.

Wir werden bei Bebo in Kürze weitere Leitfäden zur Verfügung stellen (auch einen für Eltern). Bis dahin sind hier schon mal ein paar Sicherheitstipps, die dir helfen sollten, bei Bebo und im Internet sicher zu sein.

  • Mindestalter bei Bebo: Bebo hat das Mindestalter der Mitglieder auf 13 Jahre festgelegt. Und das ist ernst gemeint. Bebo kann nicht das richtige Alter der Mitglieder kennen, aber wenn ein Mitglied gemeldet wird, das unter das Mindestalter fällt und Bebo aus Angaben auf der Profilseite bekräftigen kann, dass das Mitglied unter 13 Jahren ist, wird dieses Mitglied benachrichtigt. Wenn das Mitglied nicht beweisen kann, dass es mindestens 13 Jahre ist, wird die Profilseite gelöscht.

  • Für Eltern: Eltern sollten meinen Leitfaden zum Thema Social Networking und Profilseiten auf WiredSafety.org lesen - http://www.wiredsafety.org/internet101/blogs.html. Und keine Panik. Bevor Sie reagieren, denken Sie dran, was wir gemacht haben, als wir Jugendliche waren. Wenn meine Mutter erlebt hätte, was ich angestellt habe, wenn sie nicht da war, dann hätte ich IMMER NOCH Hausarrest! Ich rate Eltern stets abzuwägen, ob sich eine Auseinandersetzung lohnt. Auch wenn ihre jugendlichen Kinder auf den Profilen unanständige und derbe Sprache verwenden sollten Eltern versuchen, nicht überzureagieren. Wenn sie provokative Bilder einstellen oder gefährliches Verhalten im Internet zeigen, ist DAS der Augenblick, wo Sie schnell eingreifen sollten. Als Eltern sollten Sie dafür sorgen, dass Ihre Kinder nicht zu viele persönliche Informationen auf ihren Profilen einstellen, die öffentlich sichtbar sind. Erinnern Sie sie, alles Persönliche durch Passwörter zu schützen und nur ihren wirklichen Freunden Zugriff zu gewähren. Sorgen Sie dafür, dass sie nicht mit Unbekannten kommunizieren, die sie über die Seite kontaktieren wollen. Ich bin dabei, einen Leitfaden für Eltern Über Bebo und Social Networking zu schreiben. Kommen Sie hierfür später noch einmal wieder. WiredSafety.org produziert ebenfalls kurze Videos und Workshops für Eltern zum Thema Sicherheit im Internet. Sie erfahren mehr über Sicherheit im Web und bekommen unsere Hilfe unter WiredSafety.org.

  • Behalte deine Persönlichen Informationen für dich: Gib in einem öffentlichen Forum niemals irgendwelche persönlichen Informationen von dir Preis, mit denen man dich im realen Leben finden oder identifizieren könnte. Schütze diese Informationen durch Passwörter. Diese Informationen umfassen deinen echten Namen, deine Adresse, deine Telefonnummer, deine Handynummer, deinen Arbeitsplatz, dein Fitnesscenter oder Links zu Webseiten oder anderen Profilen, die diese Informationen vielleicht preisgeben. Dasselbe gilt natürlich auch für diese Art der Informationen über deine Freunde und Familie. Vielleicht ist auf deinem Foto irgend etwas zu sehen, das schon etwas über dich erzählt. Deine persönlichen Informationen könnten leicht missbraucht und zweckentfremdet werden. Passwörter können oft leicht erraten werden, deine Identität kann gestohlen werden und von Leuten missbraucht werden, die dich übervorteilen wollen oder einen Jugendlichen zu einem Treffen im realen Leben überreden wollen oder um dir im Internet nachzustellen, dich zu belästigen oder dich zu mobben. Es geht um deine persönlichen Informationen…SCHÜTZE SIE!

  • Es sind nur Leute, die du im Internet triffst und keine richtigen Freunde: Vergiss nicht, dass deine Online-Freunde nicht deine realen Freunde sind. Vielleicht magst du sie und denkst, sie verstehen dein wirkliches Ich und nimmst sie als Freunde in dein Netzwerk auf. Solange du sie aber nicht im wirklichen Leben, also offline, kennst, sind sie keine realen Freunde. Sie sind nur Internet-Freunde. Du weißt nicht, ob der süße zwanzigjährige Typ wirklich süß, zwanzig und ein Typ ist. Gehe mit ihnen um wie mit Fremden, die du im Bus triffst. Chatte mit ihnen, aber schütte ihnen nicht dein Herz aus. Du solltest ihnen nichts anvertrauen und bei ihnen Rat suchen, was die wichtigen Dinge im Leben angeht, egal wie verlockend das ist. Egal wie oft du mit jemandem gechattet hast oder wie viel du über sie zu wissen glaubst, du kannst nie wirklich sicher sein, mit wem du online chattest. Es wurden schon Leute ausgetrickst, die noch schlauer sind als du. Werde nicht zum Opfer!

  • Treffen im realen Leben: Wenn du alle meine Tipps zu diesem Thema ignorierst und dich entscheidest, deinen Online-Seelenverwandten im richtigen Leben zu treffen, sei bitte vorsichtig. Schau dir WiredSafety.org's Tipps für Dating im Internet zuerst. Und schütz dich. Es wurden schon Leute von Internet-"Bekanntschaften" getötet, mit denen sie sich im richtigen Leben getroffen haben, werden nicht zum Opfer.

  • E-Mail-Adresse schützen: Verwende einen kostenlosen E-Mail-Anbieter wie yahoo oder hotmail. Wenn irgendetwas schief läuft, kannst du einfach das Konto löschen und bringst deine eigene E-Mail-Adresse nicht in Gefahr. Du solltest dich auch um ein gutes SPAM Block-Programm kümmern und nie auf SPAM antworten bzw. darum bitten, dich aus der Verteilerliste zu nehmen. Am besten antwortest du gar nicht. Im schlimmsten Fall bist du jetzt als jemand identifiziert, der SPAM-Nachrichten öffnen und liest.

  • Bist du wirklich sicher, dass dein Chef oder deine Eltern dein Profil lesen dürfen: Mache keine öffentlichen Beiträge, von denen du nicht willst, dass deine Eltern, dein Schulleiter, Vorgesetzter, Universitätspräsident, Freund oder deine Freundin sie sehen. Diese Beiträge bleiben länger bestehen, als wir uns das vielleicht vorstellen. Sie werden weitergegeben und sind mit Suchmaschinen auffindbar. Du bist nie wirklich privat, wenn du online bist. Denk daran. Schütze alles durch Passwörter und hüte diese Passwörter wie deinen Augapfel.

  • Computer schützen: Sorge dafür, dass du eine gute Firewall und ein Antivirus-Programm auf deinem Computer laufen hast, das sich automatisch aktualisiert. Wo wir schon mal dabei sind, schaffe dir auch einen guten Spyware- oder Adware-Blocker an. Und sei vorsichtig, wenn du Dateien runterlädst oder öffnest, die du per Mail erhältst - auch wenn sie von Leuten sind, die du kennst. Viele Viren erschleichen sich durch Maskierung als berechtigter Benutzer Zugang. Und Hacking-Tools und Programme (wie Trojanische Pferde) können jemand Unbefugtem einen Nebenzugang zu deinem Computer, allen deinen Passwörtern und Bankinformationen geben.

  • Passwort schützen! Behalte dein Passwort für dich und wähle keines aus, das einfach zu erraten ist. (Es auf ein Zettelchen zu schreiben und an deinen Monitor bei der Arbeit zu kleben ist, vielleicht nicht die beste Art, dein Passwort gemein zu halten.) Um dich vor Leuten zu schützen, die sich für jemand anderen ausgeben, denk dir für deine Freunde ein geheimes Code-Wort aus. Wenn du mit jemandem chattest und nicht sicher bist, ob das wirklich ein Freund von dir ist, frag nach dem Code-Wort. (Es könnte ein Betrüger, ein Bekannter, der Mitbewohner oder ein Elternteil deines Freundes sein!) Und sei dir im Klaren darüber, dass Leute, die Passwörter missbrauchen, meistens enge Freunde sind. Sorg also dafür, dass du auch deinen engsten Freunden deine Passwörter nicht mitteilst.

  • Raus aus den Puschen! Bebo möchte, dass du viel Spaß auf der Webseite hast. Aber auch Bebo stimmt mir zu, dass manchmal einfach zu viel Zeit online verbracht wird. Achte darauf, dass du nicht ständig und immerzu im Internet bist. Vernachlässige deine richtigen Freunde und dein Sozialleben nicht. Ich weiß, dass wir online alle dünner, süßer, beliebter und cooler sind als im richtigen Leben. :-) Weniger Zeit im Internet zu verbringen hat aber auch seine Vorteile. (Vielleicht werden wir sogar dünner, süßer, beliebter und cooler im richtigen Leben. :))

  • Sei kein wehrloses Opfer Ich bin immer wieder erstaunt darüber, auf welche Art ansonsten wirklich intelligente Menschen im Internet mit Angeboten betrogen werden, die zu verlockend sind, um wahr zu sein. Wenn etwas zu schön ist, um wahr zu sein, dann ist es nicht wahr. Punkt. Keine Ausnahmen. Macht es irgendwie Sinn, dass der Schwager des früheren nigerianischen Präsidenten aus über 700 Millionen anderen Internetbenutzern gerade dich ausgesucht hat, um dir 500 Millionen Dollar anzuvertrauen? Jetzt mach mal halblang! Nimm die rosarote Brille ab und lies den Tipp oben!

  • Denk bevor du klickst: Bevor du online irgendeinen Kommentar einstellst, vergewissere dich, dass er genau das wiedergibt, was du sagen willst, nicht missgedeutet werden kann und an der richtigen Stelle eingetragen wird bzw. an dich richtige Person gerichtet wird. Versetz dich in die andere Person hinein. Viele Auseinandersetzungen im Internet beginnen mit einer unachtsamen Nachricht.

  • Bei "Phishing" nicht anbeißen. Beim Phishing versendet ein Identitätsdieb tausende und abertausende von E-Mails oder IMs und gibt vor, deine Bank oder ein Online-Service wie Paypal zu sein. Die Nachrichten sehen echt aus und beabsichtigen, dich mit alarmierenden Inhalten zur sofortigen Reaktion zu bewegen Sie behaupten, dass jemand Zugriff auf dein Konto bekommen hat oder dass an deinem Konto Veränderungen vorgenommen wurden. Sie bitten dich, dass du dich über den Link in der E-Mail einloggst. Der Link führt dich auf ihre Seite, aber dir wird vorgetäuscht, dass es die Seite deiner Bank sei. Du gibst dein Kennwort und Passwort ein. Eine Seite poppt auf, die dich darüber informiert, dass dein Konto sicher ist und bedankt sich. Auf dein echtes Konto wird sofort zugegriffen und es wird innerhalb von Minuten leergeräumt. Wenn du nicht sicher bist, ob diese E-Mail echt ist oder nicht, gib die URL der Seite direkt in deinen Browser ein. Wenn du beim 'Phishing' schon an die Angel gegangen bist, melde es sofort deiner Bank oder der Webseite.

  • Take5! Wenn etwas dich im Internet aufregt oder durcheinander bringt, lass die Maus Maus sein und kehr dem Computer mal den Rücken…auf die Art und Weise wird keiner verletzt! Nimm dir eine kurze Auszeit und mache etwas, das dich wieder runterbringt, damit du danach mit einem klaren Kopf antworten kannst. Wenn du auf einen Beitrag stößt, der den Zweck hat, eine andere Person zu belästigen, zu mobben, zu bedrohen oder zu verunsichern, berichte uns darüber, indem du auf dem Profil des Übeltäters auf 'Missbrauch melden' klickst. Die genannten Punkte verstoßen gegen Bebos Nutzungsbedingungen und wird vom entsprechenden Team angesprochen, das für Missbrauchfälle zuständig ist. Wo wir schon dabei sind, behandle andere im Internet bitte so, wie du selbst auch behandelt werden möchtest. Das ist die goldene Regel im Internet!
  • Informiere Bebo, wenn es ein Problem gibt. Bebo erlaubt nichts, was den Mitgliedern schadet. Lies die Nutzungsbedingungen und melde Missbrauch, indem du auf den 'Missbrauch melden'-Link auf dem Profil der entsprechenden Person klickst. Wenn du eine unschuldige Person vorsätzlich meldest, wird dein hart verdientes und kreatives Profil gelöscht. Und rüste dich mit guten Internet-Sicherheitsinformationen aus unter WiredSafety.org.

  • Sprich mit einer Erwachsenen Vertrauensperson und Melde Internetkriminalität Wenn du noch minderjährig bist (also unter 18 Jahren), achte darauf, deinen Eltern oder einer anderen erwachsenen Bezugsperson davon zu erzählen, wenn etwas schief läuft. Versuch bitte nicht, es allein in die Hand zu nehmen. Wenn etwas gefährliche oder kriminelle Handlungen beinhaltet oder jemand, den du verdächtigst, ein Gesetzesbrecher ist, melde den Fall der örtlichen Polizei. Bring einen Ausdruck mit, aber stelle auch sicher, dass es nicht gelöscht wird. Die Polizei benötigt die Originalnachricht, um die Überschriften und andere Informationen zu haben, die für die Rückverfolgung der Nachricht nötig sind. Wenn du sexuell belästigt wurdest und Hilfe brauchst, besuche katiesplace.org.

Wenn du Fragen hast oder Hilfe brauchst, besuch uns auf der Webseite WiredSafety.org und fülle eines unserer Meldeformulare aus. Einer unserer speziell ausgebildeten Freiwilligen wird sich umgehend mit dir in Kontakt setzen. Wenn du mitmachen und uns helfen willst, schau mal rein WiredSafety.org und bewirb dich mit einem der Formulare als Freiwilliger. Wir freuen uns über Hilfe.

Diese Tipps wurden für Bebo geschrieben und ich bin der Inhaber der Urheberrechte. Wenn du sie vervielfältigen oder sie auf deiner Seite verwenden möchtest, brauchst du zunächst meine Zustimmung. Um mit mir in Kontakt zu treten, geh auf WiredSafety.org, Aftab.com oder schicke eine E-Mail an AskParry@WiredSafety.org.

Und jetzt raus auf die Spielwiese!

Hinweis von Bebo: Weitere Quellen unter BlogSafety.com, Social Networking für Eltern, die wegen Social Networking besorgt sind!!!